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WMF Lono Glas oder Edelstahl: Welcher Wasserkocher für Tee?

Zwei Wasserkocher derselben Reihe, gleicher Hersteller, gleiche Bedienlogik, und trotzdem zwei verschiedene Geräte: Der eine kocht in einem Behälter aus hitzebeständigem Glas, der andere in einem aus Edelstahl. Der Unterschied liegt nicht nur im Aussehen, sondern in Leistung, Fassungsvermögen und Reinigung.

Wer die Klasse noch grundsätzlich sortiert, findet die Übersicht bei den Wasserkochern. Hier stehen die Glasfassung und die Edelstahlfassung des WMF Lono mit ihren Datenblättern nebeneinander.

Die Kurzantwort
Die Entscheidung fällt zwischen Sichtbarkeit und Robustheit, und zwischen 3000 und 2400 Watt.
  • Die Glasfassung, wenn der Wasserstand sichtbar sein sollBehälter aus hitzebeständigem SCHOTT-DURAN-Glas, 3000 Watt, bis 1,7 Liter, abnehmbarer Deckel mit Einhandöffnung, Sockel um 360 Grad drehbar, GS-geprüft
  • Die Edelstahlfassung, wenn es unempfindlich sein sollBehälter aus Cromargan-Edelstahl, 2400 Watt, bis 1,6 Liter, beleuchtete Wasserstandsanzeige, gleiche Sicherheitsausstattung
  • Beide arbeiten kabellos mit Sockel, haben einen herausnehmbaren Kalkfilter, Trockenlaufschutz, Überhitzungsschutz, Kochstoppautomatik und eine Deckelverriegelung

Die zwei Kandidaten

WMF Lono Glas

1,7 Liter, 3000 Watt

Der Sichtbare
WMF Lono Wasserkocher Glas 1,7 Liter mit KalkfilterBehälter aus hitzebeständigem SCHOTT-DURAN-Glas, 3000 Watt, Einhand-Deckelöffnung per Knopfdruck, abnehmbarer Deckel und verdeckt eingebautes Heizelement.

WMF Lono Edelstahl

1,6 Liter, 2400 Watt

Der Unempfindliche
WMF Lono Wasserkocher Edelstahl 1,6 Liter mit KalkfilterBehälter aus Cromargan-Edelstahl matt, 2400 Watt, beleuchtete Wasserstandsanzeige, gummierter Griff und Sockel mit Kabelaufwicklung.

Die Daten nebeneinander

MerkmalLono GlasLono Edelstahl
Behältermaterialhitzebeständiges SCHOTT-DURAN-GlasCromargan-Edelstahl matt
Leistung3000 Watt2400 Watt
Fassungsvermögen0,5 bis 1,7 Liter0,5 bis 1,6 Liter
Wasserstandsanzeigeaufgedruckt, Füllstand direkt sichtbarbeleuchtet
Maße20 x 15 x 28,8 cm24 x 17 x 26,5 cm
DeckelEinhandöffnung per Knopfdruck, abnehmbarkeine Angabe
Deckelverriegelungjaja
Trockenlaufschutzjaja
Überhitzungsschutzjaja
Kochstoppautomatikjaja
PrüfzeichenGS-geprüftkeine Angabe
Kalkfilterherausnehmbar und abwaschbarherausnehmbar und abwaschbar
Sockelum 360 Grad drehbar, mit Kabelaufwicklungmit Kabelaufwicklung
Kabellänge0,8 mkeine Angabe
HeizelementEdelstahl, verdeckt eingebautkeine Angabe
Temperaturwahlkeinekeine

Werte nach den Herstellerangaben zu beiden Modellen. Die Datenblätter sind unterschiedlich ausführlich: Zur Glasfassung sind Deckelbedienung, Prüfzeichen, Kabellänge und Heizelement genannt, zur Edelstahlfassung nicht; das heißt nicht, dass diese Ausstattung dort fehlt, denn beide gehören derselben Reihe an. Wo eine Angabe fehlt, steht „keine Angabe“. Die Maße stammen aus der Beschreibung des Herstellers und sind Gerätemaße, nicht Versandmaße. Ein Gewicht ist in beiden Datensätzen erkennbar falsch hinterlegt und deshalb weggelassen. Keines der beiden Geräte bietet eine Temperaturwahl, was für grünen und weißen Tee wichtig ist; wie sich das umgehen lässt, steht weiter unten. Die daraus gerechneten Aufheizzeiten und Energiemengen sind Näherungen für Wasser von etwa zwanzig Grad und liegen im Alltag je nach Kalk und Ausgangstemperatur darüber. Die hervorgehobene Zelle ist der bessere Wert, nicht automatisch der wichtigere. Eine fehlende Angabe zählt nicht als Nachteil.

Was aus den Zahlen folgt

Was 600 Watt Unterschied im Alltag ausmachen

Die Rechnung mit der Aufheizzeit

Ein Liter Wasser von zwanzig auf hundert Grad zu bringen kostet rund 335 Kilojoule. Bei 3000 Watt sind das etwa 112 Sekunden, bei 2400 Watt etwa 140 Sekunden.

Der Unterschied liegt also bei knapp einer halben Minute je Liter. Wer dreimal am Tag einen Liter kocht, wartet im Jahr rund achteinhalb Stunden weniger.

Die verbrauchte Energie ist dabei fast gleich, weil dieselbe Wassermenge dieselbe Wärme braucht. Die stärkere Heizung ist schneller, nicht sparsamer.

Praktisch heißt das: Wer morgens auf das Wasser wartet, merkt die 3000 Watt. Auf der Stromrechnung merkt sie niemand.

Wie grüner Tee ohne Temperaturwahl gelingt

Die Rechnung mit dem kalten Wasser

Grüner Tee will je nach Sorte siebzig bis achtzig Grad, Sencha und Gyokuro eher weniger. Ein Kocher ohne Temperaturwahl liefert hundert.

Der einfachste Weg führt über kaltes Wasser: Drei Teile kochendes Wasser und ein Teil kaltes von zwanzig Grad ergeben rechnerisch achtzig Grad. 750 Milliliter aus dem Kocher plus 250 Milliliter aus der Leitung landen also im richtigen Bereich.

Wer stattdessen abwarten will: In einer offenen Kanne fällt die Temperatur in den ersten Minuten am schnellsten, üblich sind fünf bis acht Minuten bis in den Achtzigerbereich, abhängig von Raumtemperatur und Gefäß.

Praktisch heißt das: Der fehlende Temperaturregler ist kein Ausschlusskriterium, kostet aber jedes Mal einen Handgriff oder ein paar Minuten.

Warum die Mindestmenge zählt

Die Rechnung mit der einen Tasse

Beide Geräte verlangen mindestens einen halben Liter Wasser. Eine Tasse Tee fasst etwa 200 Milliliter, also erhitzt der Kocher jedes Mal gut die anderthalbfache Menge mit.

Die 300 Milliliter zu viel kosten rund 100 Kilojoule je Kochung, das sind knapp 0,03 Kilowattstunden. Bei drei Tassen am Tag summiert sich das auf etwa dreißig Kilowattstunden im Jahr.

Wer das Restwasser stehen lässt und später erneut aufkocht, zahlt zusätzlich, weil abgekühltes Wasser wieder auf hundert Grad muss.

Praktisch heißt das: Für Einzeltassen ist ein Kocher mit kleiner Mindestmenge oder ein Gerät für eine Tasse sinnvoller. Für Haushalte, die ohnehin eine Kanne aufsetzen, spielt es keine Rolle.

Für alle, die den Füllstand sehen wollen
WMF Lono Wasserkocher Glas 1,7 Liter mit KalkfilterHitzebeständiges Glas mit aufgedruckter Skala, 3000 Watt für kurze Wartezeiten, abnehmbarer Deckel für die Reinigung und ein Sockel, der sich in jede Richtung drehen lässt.

Wofür welcher Kocher reicht

Nach Einsatz entschieden
Der Wasserstand soll sichtbar sein
Die Skala ist direkt auf den Glasbehälter gedruckt.
Es geht am Morgen um jede Minute
3000 statt 2400 Watt sparen knapp eine halbe Minute je Liter.
Haushalt mit Kindern
Edelstahl verzeiht Stöße, die Glas nicht verzeiht.
Kalkhaltiges Wasser und regelmäßiges Entkalken
Ablagerungen sind sichtbar, der Deckel lässt sich abnehmen.
Wenig Platz unter dem Hängeschrank
Er baut gut zwei Zentimeter niedriger.
Der Kocher steht dauerhaft auf der Arbeitsplatte
Matter Edelstahl zeigt Fingerabdrücke und Wasserflecken weniger.

Wie sich die Lono-Reihe im Einzelnen schlägt, steht im Test des WMF Lono Wasserkochers. Wer nur eine Tasse aufsetzen will, findet die Zusammenstellung bei den Teekochern für eine Tasse, und wer das heiße Wasser über Stunden bereithalten möchte, sollte zusätzlich die Thermoskannen ansehen.

Wo jeder von beiden gewinnt

Für die Glasfassung spricht

  • 3000 Watt und damit kürzere Wartezeit
  • Füllstand und Kalk sind sichtbar
  • Deckel per Knopfdruck und zum Reinigen abnehmbar
  • Sockel um 360 Grad drehbar
  • GS-Prüfzeichen ausdrücklich genannt

Für die Edelstahlfassung spricht

  • Unempfindlich gegen Stöße und Sprünge
  • Beleuchtete Wasserstandsanzeige
  • Gut zwei Zentimeter niedriger
  • Matte Oberfläche zeigt Flecken weniger
  • Gleiche Sicherheitsausstattung wie die Glasfassung

Die beiden sind keine Konkurrenten aus verschiedenen Lagern, sondern zwei Antworten auf dieselbe Frage. Wer Tee ernst nimmt, will meist sehen, was im Kocher passiert: wie viel Wasser drin ist, ob sich Kalk absetzt, wann es zu sprudeln beginnt. Dafür ist die Glasfassung gemacht, und sie ist zusätzlich die schnellere. Wer dagegen einen Haushalt hat, in dem Geräte gelegentlich anstoßen, oder wer den Kocher täglich vom Sockel nimmt und wieder aufsetzt, fährt mit Edelstahl entspannter, weil dort ein Missgeschick nicht das Ende bedeutet. Die Ausstattung dahinter ist in beiden Fällen dieselbe.

Wenn keiner von beiden passt

Drei Wege daneben
Mit Temperaturwahl
Emerio Glas Teekocher mit Temperaturwahl [50|70|80|90|100°C], WK-122730, Wasserkocher, manuelles Teesieb aus Edelstahl entnehmbar, Borosilikatglas, 1.7l Volumen, 2200 Watt, Silber
Wenn grüner Tee ohne Nachrechnen gelingen sollEmerio Glas Teekocher mit Temperaturwahl in fünf StufenFünf feste Temperaturstufen, damit der Kocher die Gradzahl selbst hält.
EMERIO Glas Teekocher Wasserkocher | 1,7 Liter | TESTSIEGER mit Note 1.3 | vollautomatisches Teesieb | Absenkautomatik | Borosilikatglas | Temperaturwahl | 2200 Watt | Schwarz/Silber | WK-122248
Wenn Kocher und Teebereiter ein Gerät sein sollenEMERIO Glas Teekocher Wasserkocher mit 1,7 LiternEin Gerät, das Wasser kocht und den Tee gleich mit zieht.
Stillstern Wasserkocher mit Temperatureinstellung [PFAS&PTFE FREI, 1,7L, 2200W, 40-55-70-85-100°C, Edelstahl-Filter], 12h Warmhalten, Wasserkocher mit Präzisionsausguss, Schnelles Aufheizen, Teekocher
Wenn Temperaturwahl und Edelstahl zusammenkommen sollenStillstern Wasserkocher mit Temperatureinstellung und 1,7 LiternTemperaturstufen in einem Gerät, das auf Kunststoff im Wasserweg verzichtet.

Häufige Fragen zu Wasserkochern für Tee

Welche Temperatur braucht welcher Tee?

Schwarzer Tee und Kräutertee vertragen kochendes Wasser, Rooibos ebenso. Grüner Tee will meist siebzig bis achtzig Grad, weißer Tee ähnlich, japanische Sorten oft noch weniger. Zu heißes Wasser löst mehr Gerbstoffe, und genau daher kommt die Bitterkeit, die viele für den Geschmack von grünem Tee halten.

Glas oder Edelstahl, was ist geschmacksneutraler?

Beide Materialien geben nichts an das Wasser ab. Wahrnehmbare Beigeschmäcke stammen fast immer von Kunststoffteilen im Wasserweg, von Kalkablagerungen oder von altem Restwasser. Wer auf Nummer sicher gehen will, achtet weniger auf Glas gegen Edelstahl als darauf, was der Deckel und das Sieb ins Wasser hängen.

Wie oft sollte entkalkt werden?

In Gegenden mit hartem Wasser etwa monatlich, sonst alle zwei bis drei Monate. Eine Kalkschicht wirkt wie eine Dämmung auf dem Heizelement, verlängert die Aufheizzeit und lässt am Ende das Gerät heißer laufen als vorgesehen. Beim Glasbehälter sieht man den richtigen Zeitpunkt, beim Edelstahl muss man hineinschauen.

Ist Restwasser im Kocher schlimm?

Für den Geschmack ja. Wasser, das stundenlang im Kocher steht und dann erneut aufgekocht wird, schmeckt flach, weil ihm gelöste Gase fehlen. Für Tee lohnt es sich, frisches Wasser einzufüllen und nur so viel zu kochen, wie gebraucht wird.

Reichen 2400 Watt aus?

Für alles außer sehr ungeduldigen Morgen ja. Der Unterschied zu 3000 Watt liegt bei knapp einer halben Minute pro Liter. Wichtiger als die Wattzahl ist für den Alltag, ob die Steckdose in der Küche zusammen mit anderen Geräten abgesichert ist, denn drei Kilowatt aus einem Stromkreis, an dem auch der Toaster hängt, können die Sicherung auslösen.

Die Entscheidung in einem Satz

Fazit
8,5/10Der Sichtbare

WMF Lono Wasserkocher Glas 1,7 Liter mit Kalkfilter

Für den Teehaushalt ist die Glasfassung die naheliegendere Wahl, weil der Füllstand ohne Deckelöffnen abzulesen ist, Kalkablagerungen sichtbar werden, bevor sie stören, der Deckel sich zum Reinigen abnehmen lässt und 3000 Watt jeden Liter knapp eine halbe Minute schneller zum Kochen bringen als 2400. Die Edelstahlfassung ist die bessere Wahl in Haushalten, in denen Geräte auch mal anstoßen, wo der Kocher unter einem Hängeschrank Platz finden muss oder wo eine matte Oberfläche im Alltag pflegeleichter ist. Eine Temperaturwahl für grünen Tee hat keiner von beiden, das lässt sich aber mit einem Schuss kaltem Wasser lösen.
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